WAS TUN MIT DEM WEIHNACHTSBAUM NACH DEM FEST? - Kiefer Massivholz

WAS TUN MIT DEM WEIHNACHTSBAUM NACH DEM FEST?

WEIHNACHTSBAUM NACH WEIHNACHTEN: 7 NACHHALTIGE IDEEN ZUM VERWERTEN UND ENTSORGEN

Für viele Familien gehört ein echter Weihnachtsbaum genauso zu Weihnachten wie Geschenke, Kerzen und ein festlich gedeckter Tisch.

Doch spätestens Anfang Januar stellt sich jedes Jahr dieselbe Frage: Was tun mit dem Weihnachtsbaum nach Weihnachten?

Ein natürlicher Weihnachtsbaum muss nicht automatisch sofort zu Abfall werden. Äste und Stamm können – sofern der Baum unbehandelt ist – teilweise noch sinnvoll im Garten oder für kleine Holzprojekte weiterverwendet werden. Wenn eine weitere Nutzung nicht möglich oder gewünscht ist, sollte der Baum über die dafür vorgesehenen kommunalen Sammel- und Recyclingmöglichkeiten entsorgt werden.

Für uns bei Kiefer Massivholz steckt dahinter ein grundsätzliches Thema, das weit über Weihnachten hinausgeht: Holz ist ein wertvoller natürlicher Rohstoff und sollte möglichst bewusst genutzt werden.

Genau dieser Gedanke spielt auch bei unseren Möbeln aus 100% Bio Kiefer Massivholz eine wichtige Rolle. Wir setzen auf natürlich gewachsenes Holz und Möbel, die möglichst lange genutzt werden können.

In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen sieben sinnvolle Möglichkeiten, wie ein ausgedienter Weihnachtsbaum nach den Feiertagen weiterverwendet oder richtig entsorgt werden kann.

Natürlicher Weihnachtsbaum vor und nach Weihnachten

Zuerst den Weihnachtsbaum vollständig abschmücken

Bevor ein Weihnachtsbaum weiterverwendet, gehäckselt oder zur kommunalen Sammlung gebracht wird, sollte sämtlicher Weihnachtsschmuck entfernt werden. Dazu gehören insbesondere Christbaumkugeln, Lichterketten, Lametta, Drähte, Haken, Bänder und Kunststoffteile.

Auch Kunstschnee oder Farbsprays spielen eine Rolle. Ein künstlich behandelter Baum kann nicht automatisch genauso wie unbehandeltes natürliches Grünmaterial weiterverwendet werden.

Deshalb gilt eine einfache Grundregel: Je natürlicher der Weihnachtsbaum geblieben ist, desto mehr Möglichkeiten bestehen für seine spätere Verwertung.

1. Weihnachtsbaum über die kommunale Sammlung verwerten lassen

Für viele Haushalte ist die kommunale Weihnachtsbaumsammlung die einfachste und sinnvollste Lösung.

Städte und Gemeinden bieten nach Weihnachten häufig spezielle Abholtermine, Sammelstellen, Wertstoffhöfe oder Grüngutannahmestellen an. Was anschließend mit den Bäumen geschieht, hängt vom jeweiligen Entsorgungsbetrieb ab. Häufig werden sie gehäckselt, kompostiert oder auf andere Weise verwertet.

Wichtig ist deshalb, die Regelungen der eigenen Stadt oder Gemeinde zu beachten. Es gibt keine deutschlandweit identische Vorgabe dafür, wann und wo ein Weihnachtsbaum abgegeben werden darf.

Gerade wenn der Baum mit Kunstschnee oder anderen Materialien behandelt wurde, ist die kommunale Entsorgung häufig die sinnvollste Lösung.

2. Weihnachtsbaumzweige als natürlichen Winterschutz verwenden

Wer einen Garten besitzt, kann die Zweige eines unbehandelten Weihnachtsbaumes noch sinnvoll nutzen.

Tannen- und Fichtenzweige eignen sich beispielsweise dazu, empfindliche Pflanzen während der Wintermonate vor kaltem Wind, Wintersonne und starken Temperaturschwankungen zu schützen.

Die Zweige können locker über beziehungsweise rund um die Pflanzen gelegt werden. Sie sollten nicht dicht auf das Pflanzenmaterial gepresst werden, sondern einen natürlichen, luftdurchlässigen Schutz bilden.

Im Frühjahr können einzelne Zweige außerdem bei bestimmten Kletterpflanzen als einfache Rankhilfe verwendet werden.

Damit bekommt ein Baum, der nur wenige Wochen als Weihnachtsdekoration gedient hat, noch eine praktische zweite Aufgabe.

3. Äste häckseln und im Garten weiterverwenden

Wenn ein geeigneter Gartenhäcksler vorhanden ist, können kleinere Äste zu grobem Häckselmaterial verarbeitet werden.

Dieses Material kann beispielsweise auf Gartenwegen oder in geeigneten Gartenbereichen eingesetzt werden. Auch eine Beimischung zum eigenen Kompost kann infrage kommen, wenn die Zweige ausreichend zerkleinert und mit anderen organischen Materialien vermischt werden.

Nadelholz zersetzt sich allerdings vergleichsweise langsam. Deshalb sollte das Material nicht einfach in großen Mengen an einer einzigen Stelle verteilt werden.

Auch hier gilt: Nur unbehandeltes Pflanzenmaterial verwenden.

4. Aus Astgabeln kleine Haken oder Dekoration herstellen

Ein Weihnachtsbaum kann auch als Ausgangsmaterial für kleine Bastel- und Upcycling-Projekte dienen.

Besonders interessant sind natürliche Astgabeln. Mit etwas handwerklichem Geschick können daraus kleine Kleiderhaken, Schlüsselhalter, Schmuckhalter oder dekorative Elemente entstehen.

Astgabeln eines Weihnachtsbaums werden zu kleinen Holzhaken verarbeitet

Dafür wird ein geeigneter Astabschnitt abgesägt, getrocknet und anschließend vorsichtig bearbeitet. Rinde und raue Stellen können entfernt und die Oberfläche mit Schleifpapier geglättet werden.

Dabei zeigt sich sehr schön, wie vielseitig Holz als natürlicher Werkstoff ist.

Allerdings sollte man solche kleinen DIY-Projekte nicht mit professionellem Möbelbau gleichsetzen. Für ein Bett, einen Schrank oder eine Kommode gelten erheblich höhere Anforderungen an Holzqualität, Trocknung, Festigkeit, Sortierung und Verarbeitung.

Bei unseren Möbeln verwenden wir deshalb ausgewähltes finnisches Kiefernholz. Warum diese Holzqualität für den Möbelbau besonders interessant ist, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Finnische Kiefer für Möbel – warum sie besonders stabil und langlebig ist.

5. Aus dem Stamm kleine Holzdekoration herstellen

Auch der Stamm kann noch genutzt werden.

Aus ausreichend dicken Stammabschnitten lassen sich beispielsweise kleine Baumscheiben, Anhänger, Namensschilder oder rustikale Weihnachtsdekorationen herstellen.

Eine Baumscheibe kann mit dem jeweiligen Jahr versehen werden und dadurch zu einer persönlichen Erinnerung an ein besonderes Weihnachtsfest werden.

Wichtig ist jedoch die Trocknung.

Frisch geschnittenes Holz enthält noch viel Feuchtigkeit. Beim Trocknen verändert sich das Material. Es kann schrumpfen, reißen oder sich verformen.

Genau diese natürliche Eigenschaft von Holz spielt auch im professionellen Möbelbau eine entscheidende Rolle.

Holz muss vor der Verarbeitung auf einen geeigneten Feuchtigkeitsgehalt gebracht und anschließend fachgerecht verarbeitet werden.

Natürliche Weihnachtsbaumäste als Grundlage für kleine Holzprojekte

Wer sich genauer dafür interessiert, warum Holzarten, Dichte, Trocknung und Materialqualität für Möbel so wichtig sind, findet weitere Informationen in unserem Beitrag Holzarten für Möbel – Kiefer, Eiche, Buche und weitere Hölzer im Vergleich.

6. Weihnachtsbaumholz erst trocknen – nicht einfach frisch verbrennen

Ein häufig genannter Tipp lautet, den Weihnachtsbaum nach dem Fest einfach im Kamin zu verbrennen.

Ganz so einfach ist es nicht.

Ein Baum, der einige Wochen im Wohnzimmer gestanden hat, ist nicht automatisch ausreichend trockenes Brennholz. Für eine saubere Verbrennung in einer geeigneten Holzfeuerstätte wird ausreichend trockenes und naturbelassenes Holz benötigt.

Zu feuchtes Holz verbrennt schlechter und kann zu stärkerer Rauchentwicklung, erhöhten Emissionen und Ablagerungen führen.

Wer geeignetes, unbehandeltes Weihnachtsbaumholz tatsächlich später als Brennholz verwenden möchte, muss es deshalb zunächst entsprechend zerkleinern und ausreichend trocknen lassen.

Mit Kunstschnee, Farbe oder anderen Materialien behandelte Weihnachtsbäume gehören nicht in den Kamin.

Wer keine geeignete Möglichkeit zur Trocknung und Lagerung besitzt, ist mit der kommunalen Weihnachtsbaumsammlung normalerweise besser beraten.

7. Ein persönliches Erinnerungsstück aus dem Weihnachtsbaum machen

Nicht jede Weiterverwendung muss ausschließlich praktisch sein.

Gerade Familien können aus einem kleinen Stück des Stammes eine Erinnerung an das jeweilige Weihnachtsfest herstellen.

Eine getrocknete Baumscheibe kann beispielsweise mit dem Jahr, dem Familiennamen oder einem kleinen Motiv versehen werden. Mit einer Bohrung und einem Band entsteht daraus ein Weihnachtsanhänger, der im folgenden Jahr wieder am Baum hängen kann.

Dadurch wird ein Teil des alten Weihnachtsbaumes Bestandteil des nächsten Weihnachtsfestes.

Das ist ein schönes Beispiel dafür, dass nachhaltiger Umgang mit natürlichen Rohstoffen nicht kompliziert sein muss.

Manchmal bedeutet Nachhaltigkeit einfach, einen vorhandenen Rohstoff länger sinnvoll zu nutzen.

Weihnachtsbaum-Upcycling: Nicht jedes Holz eignet sich für alles

Bei kreativen Upcycling-Ideen sollte man trotzdem vernünftig bleiben.

Ein Weihnachtsbaum aus dem Handel ist nicht automatisch für Lebensmittelkontakt geeignet. Deshalb würden wir beispielsweise nicht empfehlen, daraus ohne weitere Kenntnisse Kochlöffel, Quirle oder andere Küchenutensilien herzustellen.

In vielen Fällen ist nicht bekannt, welche Pflanzenschutzmittel während der Aufzucht verwendet wurden oder womit der Baum während Transport und Verkauf in Kontakt gekommen ist.

Auch beim Bau größerer Gebrauchsgegenstände sind Grenzen schnell erreicht.

Ein ausgedienter Weihnachtsbaum ist kein Ersatz für fachgerecht vorbereitetes Möbelholz.

Für hochwertige Möbel werden Stämme nach vollkommen anderen Kriterien ausgewählt und verarbeitet.

Vom Weihnachtsbaum zum Möbelholz – Holz ist nicht gleich Holz

Ein Weihnachtsbaum und eine Kiefer für hochwertigen Möbelbau sind beides natürlich gewachsene Bäume.

Die Anforderungen sind jedoch völlig unterschiedlich.

Bei einem Weihnachtsbaum stehen Wuchsform, Nadeldichte, Symmetrie und Aussehen im Vordergrund.

Bei Möbelholz interessieren dagegen unter anderem Stammqualität, Holzstruktur, Dichte, Festigkeit, Feuchtigkeitsgehalt, Trocknung und Bearbeitbarkeit.

Deshalb können aus einem Weihnachtsbaum kleine Dekorationen und einfache DIY-Projekte entstehen.

Für ein langlebiges Bett, einen Kleiderschrank oder eine Kommode wird dagegen sorgfältig ausgewähltes und fachgerecht vorbereitetes Möbelholz benötigt.

Bei Kiefer Massivholz setzen wir dafür auf ausgewählte finnische Kiefer. Mehr über Material, Verarbeitung und unsere Möbelproduktion erfahren Sie in unserem Beitrag Kiefermöbel direkt vom Hersteller – Vorteile beim Möbelkauf.

Nachhaltigkeit bedeutet mehr als Recycling

Beim Thema Nachhaltigkeit wird häufig zuerst an Entsorgung und Recycling gedacht.

Das ist wichtig, aber nur ein Teil des gesamten Lebenszyklus eines Produktes.

Ebenso entscheidend sind die Herkunft eines Rohstoffs, seine Verarbeitung und die Nutzungsdauer des daraus hergestellten Produktes.

Das gilt besonders für Möbel.

Ein Möbelstück, das viele Jahre genutzt und bei Bedarf gepflegt oder aufgearbeitet werden kann, muss nicht nach kurzer Zeit ersetzt werden.

Genau deshalb sehen wir Langlebigkeit als wichtigen Bestandteil eines bewussten Umgangs mit Holz.

Bei unseren Möbeln aus 100% Bio Kiefer Massivholz verbinden wir einen natürlichen Werkstoff mit stabilen Konstruktionen und dem Anspruch, Möbel für eine möglichst lange Nutzung anzubieten.

PEFC und FSC – zwei unterschiedliche Zertifizierungssysteme

Beim Kauf eines Weihnachtsbaumes können Verbraucher beispielsweise auf eine PEFC-Zertifizierung treffen.

Bei unseren Kiefermöbeln verwenden wir dagegen FSC-zertifiziertes finnisches Kiefernholz.

PEFC und FSC sind zwei unterschiedliche Zertifizierungssysteme. Beide beschäftigen sich mit verantwortungsvoller Waldwirtschaft beziehungsweise kontrollierten Lieferketten, sollten aber nicht miteinander verwechselt werden.

Ebenso wichtig ist die Unterscheidung zwischen Herkunft und Produktqualität.

Ein Zertifizierungssystem kann Informationen zur Herkunft des eingesetzten Waldmaterials geben. Ob ein fertiges Möbelstück stabil und langlebig ist, hängt zusätzlich von Materialauswahl, Konstruktion, Verarbeitung und Oberflächenqualität ab.

Was sollte man mit einem Weihnachtsbaum besser nicht machen?

Ein Weihnachtsbaum sollte nach Weihnachten weder einfach im Wald abgeladen noch mit Weihnachtsdekoration zum Grüngut gegeben werden. Ebenso sollte frisches Holz nicht einfach direkt im Kamin verbrannt werden, und ein beliebiger gekaufter Weihnachtsbaum sollte ohne Kenntnis seiner Behandlung nicht für Küchenutensilien oder Lebensmittelkontakt verwendet werden.

Auch von der eigenständigen Verfütterung an Zoo-, Wild- oder Nutztiere würden wir abraten. Einrichtungen, die Weihnachtsbäume für Tiere verwenden, entscheiden selbst, welche Bäume dafür geeignet sind.

Im Zweifel gilt deshalb: Die kommunale Weihnachtsbaumsammlung ist die sichere und unkomplizierte Lösung.

Häufige Fragen zum Weihnachtsbaum nach Weihnachten

Wann sollte man den Weihnachtsbaum entsorgen?

Dafür gibt es keinen festen allgemeinen Termin. Viele Kommunen bieten im Januar bestimmte Abholtermine oder Sammelstellen an. Am besten prüfen Sie die Informationen Ihrer Stadt oder Ihres örtlichen Entsorgungsbetriebes.

Kann man Weihnachtsbaumzweige im Garten verwenden?

Unbehandelte Zweige können beispielsweise als lockerer Winterschutz für Pflanzen verwendet oder zerkleinert im Garten weiterverwertet werden.

Kann man Weihnachtsbaumholz im Kamin verbrennen?

Nicht einfach unmittelbar nach Weihnachten. Das Holz muss naturbelassen, für die Feuerstätte geeignet und ausreichend trocken sein.

Kann man aus dem Weihnachtsbaum Dekoration herstellen?

Ja. Aus Astgabeln oder getrockneten Stammscheiben lassen sich unterschiedliche kleine Dekorations- und Erinnerungsstücke herstellen.

Kann man aus einem Weihnachtsbaum Möbel bauen?

Für kleine Bastelprojekte kann das Holz interessant sein. Für hochwertige und langlebige Möbel ist ein ausgedienter Weihnachtsbaum jedoch normalerweise nicht der geeignete Rohstoff.

Wohin mit dem Baum, wenn ich ihn nicht weiterverwenden möchte?

Nutzen Sie die von Ihrer Gemeinde angebotene Weihnachtsbaumsammlung, Grüngutannahme oder den jeweils vorgesehenen Entsorgungsweg.

Fazit: Auch nach Weihnachten ist Holz ein wertvoller Rohstoff

Ein natürlicher Weihnachtsbaum muss nach dem Fest nicht automatisch sofort wertlos sein.

Unbehandelte Zweige können im Garten weiterverwendet werden. Astgabeln und Stammabschnitte können zu kleinen Dekorationen oder Erinnerungsstücken werden. Und wenn eine weitere Nutzung nicht sinnvoll ist, stehen kommunale Sammel- und Recyclingmöglichkeiten zur Verfügung.

Wichtig ist dabei ein bewusster Umgang mit dem Material.

Nicht jede kreative Idee ist automatisch sinnvoll und nicht jedes Stück Holz eignet sich für jeden Zweck.

Genau darin liegt auch die Verbindung zu unseren Massivholzmöbeln.

Holz ist ein wertvoller natürlicher Werkstoff. Herkunft, Qualität, Trocknung, Verarbeitung und Nutzungsdauer bestimmen wesentlich darüber, was daraus entstehen kann.

Für unsere Möbel setzen wir deshalb auf ausgewähltes finnisches Kiefernholz und fertigen daraus Kiefermöbel aus 100% Bio Kiefer Massivholz, die möglichst viele Jahre Teil eines Zuhauses bleiben sollen.

Denn bewusster Umgang mit Holz beginnt nicht erst bei der Entsorgung – sondern bereits bei der Wertschätzung des Rohstoffs.

WAS TUN MIT DEM WEIHNACHTSBAUM NACH DEM FEST?