WARUM WIR BEI RÜCKWÄNDEN UND SCHUBLADENBÖDEN AUF HARTFASERPLATTEN AUS KIEFER SETZEN

Wer ein Möbelstück aus 100% Bio Kiefer Massivholz kauft, stellt sich manchmal eine berechtigte Frage:
Warum bestehen die Rückwand eines Schrankes, die Rückwand einer Kommode oder der Boden einer Schublade nicht ebenfalls aus einer massiven Kieferholzplatte?
Die Antwort ist einfach:
Weil eine massive Holzplatte an diesen Stellen nicht automatisch die bessere Konstruktion wäre.
Bei Kiefer Massivholz treffen wir diese Entscheidung ganz bewusst.
Für Rückwände von Schränken und Kommoden sowie für viele Schubladenböden verwenden wir speziell gefertigte Hartfaserplatten auf Basis unserer eigenen Kieferholz-Reststoffe.
Das Besondere dabei:
Die bei unserer Möbelproduktion entstehenden Kiefer-Sägespäne und weitere geeignete Holzreste werden nicht einfach als Abfall betrachtet.
Wir führen diesen wertvollen Rohstoff wieder in den Fertigungsprozess zurück.
So entsteht aus Restmaterial unserer finnischen Kiefer ein funktionaler Holzwerkstoff, der genau dort eingesetzt wird, wo seine Eigenschaften konstruktive Vorteile bieten.
Das ist für uns keine billigere Alternative zu Massivholz.
Es ist die technisch sinnvollere Lösung für den jeweiligen Einsatzzweck.
Was ist eine Hartfaserplatte?
Eine Hartfaserplatte ist ein Holzwerkstoff, der aus aufbereiteten Holzfasern hergestellt und unter hohem Druck zu einer dünnen, dichten Platte verpresst wird.
Das Ergebnis ist ein Werkstoff mit einer sehr gleichmäßigen Struktur.
Im Gegensatz zu einer massiven Holzplatte besitzt eine Hartfaserplatte keine durchgehende natürliche Faserrichtung über die gesamte Breite.
Genau das ist bei dünnen Rückwänden und Schubladenböden ein entscheidender Vorteil.
Denn Massivholz arbeitet.
Holz nimmt abhängig vom Raumklima Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab.
Dadurch kann es:
-
quellen
-
schwinden
-
sich verziehen
-
Spannungen entwickeln
Bei großen Möbelteilen werden diese natürlichen Eigenschaften konstruktiv berücksichtigt.
Bei einer sehr dünnen Rückwand wäre eine massive Holzplatte dagegen nicht automatisch die bessere Lösung.
Massivholz ist hervorragend – aber nicht für jedes einzelne Bauteil
Wir lieben Massivholz.
Unser gesamtes Möbelkonzept basiert auf hochwertiger finnischer Kiefer.
Aber gerade weil wir Holz kennen, wissen wir auch:
Nicht jedes Bauteil eines Möbelstücks benötigt dieselbe Materialkonstruktion.
Eine Schrankseite hat eine andere Aufgabe als eine Rückwand.
Eine Bettzarge hat eine andere Aufgabe als ein Schubladenboden.
Eine massive Tür muss andere Belastungen aufnehmen als eine dünne Rückwand.
Deshalb wählen wir das Material immer nach seiner Funktion.
Für tragende, sichtbare und stark beanspruchte Möbelteile setzen wir auf unsere hochwertige finnische Kiefer Massivholz.
Für dünne Rückwände und Schubladenböden bietet eine formstabile Hartfaserplatte dagegen konstruktive Vorteile.
Mehr über die Eigenschaften unseres verwendeten Holzes erfahren Sie in unserem Ratgeber Warum finnische Kiefer für Möbel besonders stabil und langlebig ist.
Warum eine massive Rückwand nicht automatisch besser wäre
Eine massive Kieferplatte sieht auf den ersten Blick möglicherweise hochwertiger aus.
Konstruktiv muss sie das aber nicht sein.
Eine dünne Massivholzplatte reagiert deutlich stärker auf Veränderungen der Luftfeuchtigkeit als ein entsprechend gefertigter Holzfaserwerkstoff.
Besonders quer zur Faserrichtung kann Holz seine Abmessungen verändern.
Dadurch könnte sich eine massive Rückwand:
-
wölben
-
verziehen
-
Spannungen aufbauen
-
auf angrenzende Möbelteile drücken
Je größer die Rückwand ist, desto relevanter kann dieser Effekt werden.
Eine Hartfaserplatte besitzt dagegen eine wesentlich gleichmäßigere Struktur.
Deshalb eignet sie sich sehr gut für große, dünne Flächen.
Genau das benötigen wir bei einer Möbelrückwand.
Formstabilität ist bei einer Schrankrückwand entscheidend
Die Rückwand eines Kleiderschrankes ist nicht einfach nur ein optischer Abschluss.
Sie erfüllt eine wichtige konstruktive Aufgabe.
Eine korrekt befestigte Rückwand hilft dabei, den Möbelkorpus im rechten Winkel zu halten.
Sie unterstützt den Schrank dabei, sich nicht seitlich zu verschieben beziehungsweise zu verwinden.
Das bedeutet:
Die Rückwand trägt wesentlich zur Gesamtsteifigkeit eines Schrankes bei.
Dafür benötigen wir kein unnötig schweres massives Brett.
Wir benötigen eine:
-
gleichmäßige
-
formstabile
-
präzise gefertigte
-
flächige
Rückwand.
Genau dafür eignet sich unsere Hartfaserlösung besonders gut.
Unsere unterschiedlichen Modelle finden Sie direkt bei unseren Kleiderschränken aus Kiefer Massivholz.
Auch bei Kommoden stabilisiert die Rückwand den gesamten Korpus
Dasselbe Prinzip gilt für Kommoden und Sideboards.
Eine Kommode besteht aus vielen einzelnen Bauteilen:
-
Seitenteilen
-
Oberboden
-
Unterboden
-
Türen
-
Schubladen
-
Zwischenwänden
-
Rückwand
Erst das Zusammenspiel dieser Teile ergibt einen stabilen Möbelkorpus.
Die Rückwand hilft dabei, die Konstruktion dauerhaft in ihrer vorgesehenen Geometrie zu halten.
Gerade bei breiteren Kommoden ist das wichtig.
Deshalb betrachten wir die Rückwand nicht als nebensächliches Bauteil.
Sie ist Teil der Konstruktion.
Unsere Auswahl finden Sie unter Kommoden und Sideboards aus Kiefer Massivholz.
Warum verwenden wir Hartfaser auch bei Schubladenböden?
Ein Schubladenboden hat ebenfalls besondere Anforderungen.
Er sollte:
-
möglichst eben bleiben
-
wenig Eigengewicht besitzen
-
eine gleichmäßige Auflage bieten
-
sich nicht unnötig verziehen
-
zuverlässig in der Schubladenkonstruktion sitzen
Eine massive dünne Kieferplatte könnte auch hier stärker auf Veränderungen der Luftfeuchtigkeit reagieren.
Sie könnte sich wölben oder im Laufe der Zeit ihre Form verändern.
Eine geeignete Hartfaserplatte bietet dagegen eine sehr gleichmäßige Fläche.
Sie lässt sich präzise in die dafür vorgesehene Nut beziehungsweise Konstruktion einsetzen und unterstützt eine dauerhaft saubere Funktion der Schublade.
Eine schwere Schublade ist nicht automatisch eine bessere Schublade
Manchmal wird Möbelqualität ausschließlich mit Gewicht gleichgesetzt.
Nach dem Motto:
Je schwerer, desto hochwertiger.
Das ist konstruktiv nicht richtig.
Bei einer Schublade bedeutet zusätzliches unnötiges Gewicht auch zusätzliche Belastung für:
-
Schubladenführungen
-
Verbindungspunkte
-
Front
-
Korpus
Ein massiver Schubladenboden würde das Eigengewicht der gesamten Schublade deutlich erhöhen.
Dabei bringt dieses zusätzliche Gewicht für die eigentliche Funktion häufig keinen Vorteil.
Unser Ziel ist deshalb nicht:
so viel Material wie möglich.
Unser Ziel lautet:
das richtige Material an der richtigen Stelle.
Der entscheidende Unterschied: Unsere Holzfasern stammen aus der eigenen Kieferverarbeitung
Ein für uns besonders wichtiger Punkt ist die Herkunft des verwendeten Materials.
Bei der Bearbeitung unserer finnischen Kiefer entstehen zwangsläufig:
-
Sägespäne
-
Holzfasern
-
kleinere Holzreste
-
Bearbeitungsreste
Für uns sind diese Materialien kein wertloser Abfall.
Sie stammen schließlich aus demselben hochwertigen Naturrohstoff, aus dem wir unsere Möbel fertigen.
Deshalb werden geeignete Kiefer-Reststoffe aus unserer eigenen Fertigung weiterverarbeitet und wieder sinnvoll eingesetzt.
So entsteht aus einem Teil des Materials, das beim Zuschnitt und bei der Bearbeitung unserer Massivholzmöbel anfällt, ein neuer funktionaler Holzwerkstoff.
Aus unserem Kiefernholz wird damit nicht nur das sichtbare Möbel – auch anfallende Reststoffe erhalten eine sinnvolle Aufgabe.
Holzreste sinnvoll nutzen statt wertvolle Ressourcen verschwenden
Für uns bedeutet ökologisches Denken nicht, ausschließlich möglichst viel Massivholz einzusetzen.
Im Gegenteil.
Wenn aus einem Baum hochwertiges Möbelholz gewonnen wird, sollte möglichst viel dieses natürlichen Rohstoffs sinnvoll genutzt werden.
Wenn beim Sägen, Fräsen und Bearbeiten Holzreste entstehen, wäre es wenig sinnvoll, diese einfach zu entsorgen und gleichzeitig für Rückwände einen weiteren massiven Holzstamm aufzuschneiden.
Deshalb verfolgen wir einen anderen Ansatz:
Wir nutzen den Rohstoff Kiefer möglichst umfassend.
Massive hochwertige Holzteile werden dort eingesetzt, wo sie konstruktiv und optisch sinnvoll sind.
Geeignete Reststoffe werden weiterverarbeitet und beispielsweise für Hartfaserplatten genutzt.
Das reduziert Materialverluste und verbessert die Ressourcenausnutzung innerhalb unserer Fertigung.
Bedeutet das, dass die Herstellung die Umwelt überhaupt nicht belastet?
Nein – und genau hier möchten wir ehrlich bleiben.
Jede industrielle beziehungsweise handwerkliche Herstellung benötigt Energie.
Auch:
-
Holzverarbeitung
-
Trocknung
-
Maschinen
-
Pressvorgänge
-
Transport
benötigen Ressourcen.
Deshalb wäre die Aussage „unsere Produktion belastet die Umwelt überhaupt nicht“ nicht seriös.
Was wir aber sehr wohl sagen können:
Wir versuchen den vorhandenen Rohstoff möglichst effizient zu nutzen und vermeiden es, wertvolle Kieferholzreste unnötig zu verschwenden.
Indem geeignete Sägespäne und Holzreste aus unserer eigenen Produktion weiterverarbeitet werden, bleibt mehr vom ursprünglichen Baum im Wertstoffkreislauf.
Genau das verstehen wir unter verantwortungsvollem Umgang mit Holz.
Kreislaufdenken beginnt bereits in der Fertigung
Nachhaltigkeit wird bei Möbeln häufig nur auf die Herkunft des Holzes reduziert.
Für uns reicht das nicht.
Natürlich ist die Herkunft wichtig.
Deshalb setzen wir auf FSC-zertifiziertes finnisches Kiefernholz.
Aber ebenso wichtig ist:
Was passiert mit dem Holz während der Verarbeitung?
Wenn wir einen hochwertigen Baum zu Möbelholz verarbeiten, möchten wir möglichst viel davon sinnvoll einsetzen.
Das bedeutet:
Hochwertige massive Holzteile
werden für Möbelkorpus, Türen, Seiten, Böden, Bettteile und weitere konstruktive Elemente genutzt.
Geeignete Reststoffe
werden nicht einfach weggeworfen, sondern möglichst weiterverarbeitet.
Holzfasern
können beispielsweise für unsere Hartfaserlösungen genutzt werden.
Damit versuchen wir, aus demselben Rohstoff möglichst viel Wert zu schaffen.
Warum das ökologisch sinnvoller sein kann als eine massive Rückwand
Stellen wir uns einen großen Kleiderschrank vor.
Die Rückwand besitzt eine erhebliche Fläche.
Würde sie vollständig aus massiven Kieferbrettern gefertigt, müsste dafür zusätzlich hochwertiges Vollholz eingesetzt werden.
Dabei hätte eine solche massive Platte für diese konkrete Funktion nicht automatisch einen konstruktiven Vorteil.
Im Gegenteil:
Sie könnte schwerer sein und stärker auf wechselnde Luftfeuchtigkeit reagieren.
Wenn wir stattdessen Kieferholzfasern aus bereits vorhandenen Produktionsresten nutzen können, ergeben sich gleich mehrere Vorteile:
-
bessere Nutzung des Rohstoffs
-
weniger Materialverlust
-
kein unnötiger Einsatz von massivem Möbelholz
-
geringeres Bauteilgewicht
-
hohe Formstabilität
-
sehr gute Eignung für große dünne Flächen
Für uns ist genau das sinnvoller Materialeinsatz.
Warum dünnes Massivholz stärker zum Verziehen neigen kann
Holz ist hygroskopisch.
Das bedeutet:
Es reagiert auf die Luftfeuchtigkeit seiner Umgebung.
Bei höherer Luftfeuchtigkeit nimmt Holz Feuchtigkeit auf.
Bei trockenerer Umgebung gibt es Feuchtigkeit wieder ab.
Dadurch verändern sich seine Abmessungen.
Diese Bewegung findet nicht in alle Richtungen gleich stark statt.
Besonders quer zur Faserrichtung kann Massivholz deutlich arbeiten.
Bei massiven Möbelteilen lässt sich dieses natürliche Verhalten durch eine geeignete Konstruktion beherrschen.
Bei einer großflächigen, sehr dünnen Rückwand wäre dieser Aufbau jedoch unnötig aufwendig.
Eine Holzfaserplatte besitzt dagegen keine vergleichbare durchgehende natürliche Faserrichtung.
Dadurch kann sie für diesen Einsatzzweck dimensions- und formstabiler ausgeführt werden.
Bedeutet Hartfaser automatisch billig?
Nein.
Das ist ein verbreitetes Missverständnis.
Ein Werkstoff ist nicht automatisch hochwertig oder minderwertig, nur weil er massiv ist oder aus Holzfasern besteht.
Entscheidend ist:
Wofür wird er verwendet?
Eine hochwertige massive Kiefer ist hervorragend für:
-
Möbelkorpusse
-
Türen
-
Bettseiten
-
Tischplatten
-
Schrankseiten
-
Kommodenkonstruktionen
geeignet.
Eine geeignete Hartfaserplatte besitzt dagegen klare Vorteile bei:
-
Schrankrückwänden
-
Kommodenrückwänden
-
Schubladenböden
-
dünnen flächigen Konstruktionselementen
Deshalb kombinieren wir bewusst unterschiedliche Holzwerkstoffe dort, wo sie konstruktiv sinnvoll sind.
Warum wir unseren Kunden diese Konstruktion offen erklären
Wir könnten einfach schreiben:
„Rückwand aus Holzwerkstoff.“
Das wäre technisch korrekt.
Aber es würde nicht erklären, warum wir diese Entscheidung treffen.
Uns ist Transparenz wichtiger.
Wenn ein Kunde ein Möbel aus Kiefer Massivholz kauft, soll er verstehen, wie das Möbel aufgebaut ist.
Deshalb erklären wir offen:
Unsere tragenden und sichtbaren Massivholzbauteile bestehen aus hochwertiger finnischer Kiefer.
Bei bestimmten Rückwänden und Schubladenböden verwenden wir dagegen speziell gefertigte Hartfaserplatten auf Basis unserer Kieferholz-Reststoffe.
Nicht um Qualität einzusparen – sondern um Material sinnvoll einzusetzen.
Ein Massivholzmöbel wird nicht dadurch besser, dass jedes einzelne Teil massiv ist
Das klingt zunächst vielleicht überraschend.
Aber hochwertige Möbelkonstruktion funktioniert nicht nach der Regel:
„Je mehr Massivholz, desto besser.“
Ein hochwertiges Möbel entsteht vielmehr durch die richtige Kombination aus:
-
Material
-
Konstruktion
-
Materialstärke
-
Verbindungstechnik
-
Oberfläche
-
Funktion
Eine massive Rückwand kann bei bestimmten Möbelkonstruktionen sinnvoll sein.
Sie ist aber nicht automatisch die technisch bessere Lösung.
Gerade bei dünnen großflächigen Rückwänden kann ein formstabiler Holzfaserwerkstoff Vorteile bieten.
Weitere Qualitätsmerkmale erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Gute Möbel erkennen – wichtige Qualitätsmerkmale beim Möbelkauf.
Das Prinzip kennen wir auch aus anderen Bereichen des Möbelbaus
Bei Möbeln wird Material immer nach der jeweiligen Aufgabe ausgewählt.
Ein gutes Beispiel ist ein Bett.
Dort ist ebenfalls nicht allein entscheidend, wie viel Holz verwendet wird.
Wichtig ist vielmehr, wo die Konstruktion unterstützt wird.
Deshalb verwenden wir bei vielen unserer Kieferbetten beispielsweise bereits ab 120 cm Bettbreite einen Mittelsteg.
Auch dort lautet unser Grundsatz:
Das richtige konstruktive Bauteil an der richtigen Stelle schafft mehr Qualität als unnötiger Materialeinsatz.
Warum eigene Fertigung hier ein Vorteil ist
Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass wir unsere Möbelproduktion und die dabei anfallenden Materialien kennen.
Wir wissen:
-
welches Holz verarbeitet wird
-
woher es stammt
-
welche Reststoffe entstehen
-
wie sie sinnvoll weiterverwendet werden können
Diese direkte Verbindung zwischen Rohmaterial, Fertigung und fertigem Möbel ermöglicht uns, bewusste Entscheidungen über den Materialeinsatz zu treffen.
Mehr über unsere Fertigung und unsere Arbeitsweise erfahren Sie in unserem Beitrag Kiefermöbel direkt vom Hersteller – Vorteile beim Möbelkauf.
Unsere Philosophie: Massivholz dort, wo Massivholz seine Stärken ausspielt
Wir möchten unsere Möbel nicht nach einem möglichst einfachen Werbeslogan konstruieren.
Wir möchten sie sinnvoll bauen.
Deshalb setzen wir unsere finnische Kiefer Massivholz dort ein, wo ihre Eigenschaften besonders wichtig sind:
-
bei sichtbaren Möbelteilen
-
bei tragenden Konstruktionen
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bei Türen
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bei Seiten
-
bei Böden
-
bei Bettgestellen
-
bei Tischplatten
-
bei stabilen Korpuselementen
Bei dünnen Rückwänden und Schubladenböden nutzen wir dagegen bewusst die Vorteile einer formstabilen Hartfaserplatte.
Beide Materialien stammen aus Holz – aber sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Welche Vorteile bieten unsere Kiefer-Hartfaserplatten?
Zusammengefasst sehen wir mehrere Vorteile.
Hohe Formstabilität
Die Platte eignet sich sehr gut für große, dünne Flächen und ist weniger anfällig für typische Verformungen einer dünnen Vollholzplatte.
Geringeres Eigengewicht
Rückwände und Schubladen werden nicht unnötig schwer.
Präzise Verarbeitung
Die gleichmäßige Plattenstruktur ermöglicht exakte Maße.
Gute konstruktive Wirkung
Eine sauber befestigte Rückwand unterstützt die Steifigkeit des gesamten Möbelkorpus.
Sinnvolle Restholzverwertung
Geeignete Sägespäne und Holzreste aus unserer eigenen Kieferverarbeitung erhalten eine weitere Verwendung.
Weniger Verschwendung von hochwertigem Massivholz
Massive Möbelqualität wird dort eingesetzt, wo sie tatsächlich einen Vorteil bietet.
Konsequente Nutzung des Rohstoffs
Wir versuchen, möglichst viel des verarbeiteten Kiefernholzes sinnvoll zu nutzen.
Was bedeutet das für unsere Kommoden?
Bei unseren Kommoden und Sideboards aus Kiefer Massivholz bedeutet diese Konstruktion:
Der Korpus, Türen, Fronten und wesentliche Möbelteile bestehen aus hochwertiger Kiefer Massivholz.
Für die Rückwand und bestimmte Schubladenböden setzen wir dort, wo es konstruktiv sinnvoll ist, unsere Holzfaserlösung ein.
Dadurch erhalten Sie:
Massivholz dort, wo es seine Stärken besitzt – und formstabile Konstruktion dort, wo sie benötigt wird.
Was bedeutet das für unsere Kleiderschränke?
Bei einem großen Kleiderschrank wird die Rückwand besonders wichtig.
Sie besitzt eine große Fläche und unterstützt gleichzeitig die Rechtwinkligkeit und Steifigkeit des gesamten Korpus.
Gerade hier sehen wir einen großen Vorteil der formstabilen Hartfaserplatte.
Sie ermöglicht eine große zusammenhängende Rückwand, ohne das Möbel unnötig schwer zu machen.
Unsere unterschiedlichen Modelle finden Sie bei unseren Kleiderschränken aus Kiefer Massivholz.
Häufige Fragen zu unseren Hartfaser-Rückwänden
Warum ist die Rückwand nicht aus Massivholz?
Weil eine massive Kieferplatte für eine dünne großflächige Rückwand nicht automatisch die bessere Konstruktion wäre. Eine geeignete Hartfaserplatte bietet hier eine hohe Formstabilität bei geringerem Gewicht.
Ist eine Hartfaser-Rückwand minderwertiger?
Nein. Entscheidend ist der Einsatzzweck. Für dünne Rückwände besitzt ein Holzfaserwerkstoff konstruktive Vorteile.
Woraus bestehen die Hartfaserplatten?
Wir verwenden dafür geeignete Kieferholzfasern beziehungsweise Reststoffe aus unserer eigenen Kieferverarbeitung.
Werden dafür unsere Sägespäne weiterverwendet?
Ja. Geeignete Reststoffe aus der Verarbeitung unseres Kiefernholzes können weiterverarbeitet und wieder sinnvoll in den Materialkreislauf eingebracht werden.
Warum ist die Platte formstabiler?
Massivholz besitzt eine natürliche Faserrichtung und reagiert auf Veränderungen der Luftfeuchtigkeit durch Quellen und Schwinden. Ein Holzfaserwerkstoff besitzt eine gleichmäßigere Struktur und eignet sich deshalb besonders gut für dünne großflächige Bauteile.
Stabilisiert die Rückwand den Schrank?
Ja. Eine korrekt befestigte Rückwand unterstützt die Rechtwinkligkeit und Steifigkeit des Möbelkorpus.
Warum besteht der Schubladenboden nicht aus massivem Kiefernholz?
Ein dünner formstabiler Boden ist für eine Schublade häufig die konstruktiv sinnvollere Lösung. Gleichzeitig wird unnötiges Eigengewicht vermieden.
Ist das ökologischer?
Die Weiterverwendung geeigneter Holzreste verbessert die Ausnutzung des bereits vorhandenen Rohstoffs und reduziert unnötige Materialverluste. Wir sprechen deshalb bewusst von ressourcenschonender Nutzung – nicht von einer völlig umweltneutralen Produktion.
Fazit: Nicht weniger Qualität – sondern das richtige Material am richtigen Ort
Dass wir für bestimmte Rückwände und Schubladenböden Hartfaserplatten einsetzen, ist keine Sparmaßnahme.
Es ist eine bewusste konstruktive Entscheidung.
Massives Kiefernholz ist ein hervorragender Möbelwerkstoff.
Aber gerade bei großen, dünnen Flächen kann seine natürliche Eigenschaft, bei Veränderungen der Luftfeuchtigkeit zu arbeiten, konstruktiv zum Nachteil werden.
Unsere Hartfaserlösung bietet hier:
-
hohe Formstabilität
-
geringeres Gewicht
-
präzise Verarbeitung
-
zuverlässige Unterstützung des Möbelkorpus
-
und eine sinnvolle Verwendung unserer Kieferholz-Reststoffe
Besonders wichtig ist für uns dabei der ökologische Gedanke.
Die bei unserer eigenen Möbelproduktion entstehenden geeigneten Kiefer-Sägespäne und Holzreste werden nicht einfach als wertloser Abfall betrachtet.
Wir führen sie einer sinnvollen Weiterverarbeitung zu.
Damit versuchen wir, möglichst viel des wertvollen Rohstoffs finnische Kiefer zu nutzen.
Massivholz dort, wo Massivholz seine besonderen Stärken besitzt.
Holzfasermaterial dort, wo Formstabilität, geringes Gewicht und gleichmäßige Flächen entscheidend sind.
Genau darin besteht für uns durchdachte Möbelkonstruktion.
Entdecken Sie unsere Möbel aus 100% Bio Kiefer Massivholz und erfahren Sie, warum Qualität für uns nicht bedeutet, überall möglichst viel Material einzusetzen – sondern jedes Material dort zu verwenden, wo es technisch und ökologisch am meisten Sinn ergibt.
Aus unserer Kiefer. Aus unserer Fertigung. Für eine stabile Konstruktion und eine möglichst vollständige Nutzung des wertvollen Rohstoffs Holz.